Jugend, Politik, (Sub)Kultur: Eine große Weigerung? 

„Edition Zeitkritik“, Büchergilde Gutenberg 1998 – Mein aktuelles Buch

„Nicht erst seit der Rede von einer „Generation X“ wurde versucht, diese unbekannte Variable mit Bedeutung zu füllen, nach Klassifizierungen wie „68er-Generation“ oder „Hippie-Kultur“ zu suchen, mit denen sich die heutige Jugend bestimmen ließe. Doch ob Techno- oder No-future-Kids, ob Null-Bock- oder Just-for-fun-Generation – die heutige Jugendkultur scheint sich jeder verallgemeinernden Etikettierung zu entziehen. Zeichen gesellschaftspolitischer Indifferenz werden ausgemacht, doch steht ihnen jugendliches Engagement in lokalen und ökologischen Projekten gegenüber. Ist die beklagte Abkehr von der Politik vielleicht eine Form politischen Protestes?“ (Quelle: Buchcover)

Obwohl die acht Essays bereits vor 14 Jahren geschrieben und ausgewählt wurden, treffen ihre Antworten auch für die heutige Zeit den Kern obiger Frage. Dabei versuchen die Autorinnen und Autoren neben einer kritischen Bestandsaufnahme die Sichtweisen der sogenannten Jugend mit aufzunehmen. Einige Verweigerungen werden dabei verständlich, insbesondere die Abkehr der jungen Menschen von der Politik der Parteien.

Lesenswert und absolut brauchbar für den Dialog mit einer als scheinbar a-politisch bezeichneten Generation.