Lebendigere Stadtmitte
Entwicklung geht vom Zentrum aus

Wir haben seit Jahren die Ortsmitteplanung auf der politischen Tagesordnung. Nach der Bürgerwerkstatt im April sind die Eckpunkte geklärt. Für die SPD in Puchheim bestand immer der Grundgedanke darin, Leben in die Stadtmitte zu bringen. Die Leute sollen vorbeikommen, Sachen erledigen, schauen, einkaufen, neues entdecken, Aktionen sehen, sitzenbleiben, im Wasserlauf spielen, Kunst bewundern, essen, trinken, lernen, lesen, abends Freunde treffen und den Platz als Treffpunkt nutzen. Ich bin fest davon überzeugt, dass eine Mitte, die dieser Stadt ein Gesicht, eine Identität gibt, Puchheim entscheidend voranbringen wird. Das wird neue Menschen hierher bringen. Eine Mischung aus öffentlichen Gebäuden wie Bücherei oder Rathaus, Geschäften, Marktbetrieb, Wohnungen, Gastronomie bringt Belebung in die Stadtmitte. Wir können dort Gebäude mit vorbildhafter Energienutzung und gelungener Architektur aufstellen. Mit einer Verleihstation für Elektrobikes kann man auch ohne Auto mobil sein. Mir ist dieses Projekt ein großes Anliegen. Ich möchte nicht, dass diese großartige Chance für eine Neugestaltung der Stadtmitte mit einer Verengung auf ein einziges Gebäude oder mit dem Bau eines nüchternen Verwaltungsgebäudes kaputt gemacht wird. Entwicklung geht vom Zentrum aus und deswegen muss dieses Zentrum überzeugend sein. Puchheim kann mehr aus der Mitte machen. Mehr...

Bessere Bildung
Arbeit für bessere Bildungs- und Betreuungsangebote in Puchheim

Das Amt des Bürgermeisters beinhaltet auch die Aufgabe, sich um Bildung in der Kommune zu kümmern. Das bayrische Bildungswesen fördert eine Menge an Unzulänglichkeiten und Problemen. In diesem Bereich kenne ich mich aus, erstens weil ich mich intensiv damit auseinandergesetzt habe und zweitens weil ich in der Arbeit und dann noch einmal zu Hause tagtäglich die Schwierigkeiten mitbekomme. Die Schülerinnen und Schüler aus Hauptschule und Gymnasium klagen darüber, dass sie nicht ernst genommen werden, in ihren Bemühungen zu lernen. Den einen traut man nicht zu, dass sie etwas können, und von den anderen wird immer noch mehr in kürzerer Zeit verlangt. Dass die Eltern mit Hilflosigkeit reagieren, sich zurückziehen oder ihre Kinder in Paukstudios schicken, wundert niemanden. Die Kommune hat durchaus Möglichkeiten einzugreifen. Sie kann als Sachaufwandsträger zuallererst die Rahmenbedingungen mittels ansprechender Gebäude, Ganztagesbetreuung und Mittagessen verändern. Aber wir können auch Unterstützung in Form von mehr Schulsozialarbeit in allen Schularten fördern. Die Haupt- bzw. Mittelschule wird bei mir immer offene Türen vorfinden, wenn es um Praktika im Bauhof oder der Verwaltung geht oder um die Vermittlung in die Berufsausbildung. Warum soll das Modell der Gemeinschaftsschule, ein Konzept der BayernSPD, nicht auch in Puchheim möglich sein? Bildung ist aber keinesfalls nur Schulunterricht, sondern beginnt eigentlich schon in den ersten Lebensjahren. Die SPD-Fraktion hat mit einem 100.000-Euro-Programm für die Kinderbetreuung Impulse zur Förderung der Kinder von drei bis sechs gesetzt. Das ist gut investiertes Geld, mit dem ich auch weiter sinnvolle Angebote fördern möchte: Forscherprojekte, kulturelle Begegnungen, die den Horizont der Kinder weiter machen, Vorlesen, Theaterfahrten statt Freizeitpark, Bilder im Kopf entstehen lassen statt Umgang mit dem Computermonitor beherrschen. Bildung für alle soll ein Mittelpunkt sein in Puchheim. Dafür will ich, dass Volkshochschule, Bibliothek, Musikschule, Geschichte und Kunst in der Stadtmitte ihren räumlichen Platz finden. Ich möchte, dass dort einladende, motivierende und spannende Bildungsangebote für alle Schichten zur Verfügung stehen. Ich denke an Büchereien in Finnland, in denen Musikstudios und Lesesitzkissen nebeneinander sind, an London, wo man in jedem öffentlichem Gebäude kostenlosen WLAN-Empfang hat oder an kleine Ausstellungsräume, eine Art little boxes, in der Künstler Experimentelles präsentieren. Mehr...

Mehr Miteinander
Für ein tolerantes, weltoffenes und unterstützendes Puchheim

Wenn – um ein Bild zu benutzen - die lebendigere Stadtmitte die Hardware darstellt, ist bessere Bildung die Software, das Programm, mit dem man arbeitet. Das, was dabei herauskommt soll im Ergebnis ein Mehr an Miteinander in Puchheim sein. Denn eines ist klar: wer mehr im Kopf hat, betrachtet die Dinge differenzierter. Es geht um Toleranz, um Weltoffenheit, Fairness, Wohlwollen, Kooperation und Unterstützung. Das sind keine papierenen Programmpunkte. Diese Einstellungen prägen das soziale Klima, in dem wir zusammen in Puchheim leben. Mehr Miteinander zu verwirklichen ist eine große Kunst, weil es um ganz viele kleine Pinselstriche, winzige Bausteine und viele Schritte geht. Dafür braucht es ein Ziel, auf das man zugehen will, damit man nicht einen Schritt nach vorne und einen zurück macht. Mehr Miteinander muss als Folie im Hinterkopf wirken, um jung und alt, fremd und heimisch, Stadt und Dorf, arm und reich zusammenzuhalten. Nicht jeder will das, nicht jeder kann das, ich kann das und ich mache das: beispielsweise indem ich im ZaP (Zentrum aller Puchheimer) bei der Zukunftskonferenz dabei bin, indem ich bei der Feuerwehr genauso vorbeischaue wie beim Volkslauf, indem ich das Gebrauchtwarenzentrum besuche und beim Runden Tisch in der Planie Streit zu schlichten versuche, indem ich am Marktsonntag mit den Leuten, die Töpfe und Pfannen kaufen wollen, rede und mir am Pfarrfest den Schweinebraten schmecken lasse. Und davon ich möchte als Bürgermeister mehr machen: thematische Diskussionsabende, in denen die Bürgerinnen und Bürger ihre Standpunkte zu wichtigen Entscheidungen vortragen; Anerkennung des ehrenamtlichen Engagements mit Coupons oder Freikarten; Einrichten einer Bürgerstiftung, in der unbürokratisch Hilfe angeboten wird; Sensibilisierung für Pflege und Betreuung älterer Menschen aus anderen Kulturkreisen; ein offenes Rathaus, in dem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in guten Arbeitsbedingungen gute Beratung anbieten. Mehr...

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