Meine Überzeugungen

Politik leitet sich vom griechischen Wort polis ab. Damit war im antiken Griechenland die Stadtgemeinschaft mit ihrem Umland gemeint. Jeder freie Bürger war aufgerufen seine Meinung einzubringen und Aufgaben zu übernehmen. Bei diesem uralten Modell, bei dem übrigens auch die Demokratie erfunden wurde, ging es insbesondere um den Zusammenhalt in den Stadtstaaten.

Diese Idee eines politischen Menschen kennzeichnet auch mein gesellschaftliches Engagement, wenn sich auch in den letzten 2500 Jahren einiges geändert hat.

Meiner Überzeugung nach ist es wichtig für das Zusammenleben in einer Kommune, dass sich möglichst viele Bürgerinnen und Bürger einschalten und ihre Fähigkeiten einbringen, dass sie Verantwortung in den Bereichen übernehmen, die sie übersehen können. Dies geschieht einerseits in Gremien, Vereinen oder auch Kirchen, kann sich jedoch genauso in Bürgerversammlungen, Leserbriefen oder Gesprächen darstellen.

Die Griechen, denen wir heute finanziell über die Runden helfen müssen, dachten bereits in der Antike über den Horizont der eigenen Stadt hinaus. Im 21. Jahrhundert müssen wir die ganze Welt im Auge haben: Pflastersteine aus China, CO2-Abgase aus den USA und Kaffeebohnen aus Afrika haben mit uns hier in der Stadt zu tun. Und unser Entscheiden und Handeln hat Auswirkungen auf die Menschen, die dort leben.

Für mein politisches Verständnis ist es klar, dass ich mich in die Sache der polis einbringe. Als Bürgermeister kann und werde ich diese Grundeinstellung umso mehr umsetzen können: hier vor Ort im globalen Zusammenhang.